Ferkelerzeuger – Betrieb

Unsere Ferkelerzeuger produzieren Ferkel für die Schweinemast, welche Ferkel mit ca. 35 kg zukaufen und anschließend mästen.

Ferkelerzeuger halten Muttersauen und Ferkel. Die Muttersauen werden regelmäßig belegt und bekommen durchschnittlich 2,2 x pro Jahr einen Wurf.

Das Deckzentrum

Im Deckzentrum werden die Sauen besamt. Das Belegen der Muttertiere erfolgt über zugekaufte Spermatuben, die die Betriebe von Zuchtstationen beziehen. Dazu werden die Sauen häufig einzeln in sogenannten Besamungsbuchten oder auch in Gruppen gehalten. Wichtig!: Eine Einzelhaltung ist nur für max. 10 Tage erlaubt. Danach müssen die Sauen wieder in einer Gruppe gehalten werden.

Bevor die Sau im Deckzentrum künstlich besamt wird, geht meist ein Eber in einem Gang vor den Sauen auf und ab. Die Pheromone bringen die Sau in Stimmung, das erhöht den Erfolg der Besamung.

Die künstliche Besamung hat den Vorteil, dass der Landwirt seine Muttersauen gezielt anpaaren kann. Dadurch erreicht er möglichst gute Zuchtergebnisse, wie z.B. Gesunde und leistungsstarke Tiere mit hohen täglichen Zunahmen.

Wartestall

War die Besamung erfolgreich, sind die Muttersauen ca. 115 Tage trächtig. Diese Zeit verbringen die Tiere im Wartestall. Dort werden sie in Gruppen gehalten und haben Kontakt zu Artgenossen. Dies ist seit 2013 auch gesetzlich verpflichtend. Wie groß die Gruppe im Wartestall ist, ist abhängig von den betrieblichen Gegebenheiten.

Abferkelstall

Wenige Tage vor der Geburt der Ferkel werden die Muttersauen in den Abferkelstall gebracht. Dort hat jede Sau eine separate Bucht. Sie können in Ruhe ihre Ferkel zur Welt bringen und sie anschließend für ca. 28 Tage säugen. In konventionellen Ställen werden die Sauen in dieser Zeit häufig im Kastenstand oder Ferkelschutzkorb fixiert. Die Ferkel werden so vor dem Erdrücken durch die Sau geschützt.

Weil der Kastenstand die Bewegungsfreiheit der Sau stark einschränkt, steht dieser in der Öffentlichkeit immer wieder in der Kritik. Immer mehr Landwirte entscheiden sich für Bewegungsbuchten oder die freie Abferkelung. Hierbei hat die Sau eine deutlich höhere Bewegungsfreiheit. Sie wird meist nur zur Abferkelung kurzzeitig fixiert wird, um die neugeborenen Ferkel zu schützen. Manche Betriebe verzichten auch komplett auf die Fixierung. Das hat den Vorteil, dass sowohl die Muttersau als auch die Ferkel intensiveren Kontakt zueinander haben und ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben können. Um dennoch die Ferkel vor einer Erdrückung oder Unterkühlung zu schützen, gibt es sogenannte Ferkelschutzkörbe, in die sich die Ferkel jederzeit zurückziehen können.

Nach 28 Tagen werden die Ferkel abgesetzt und an Mastbetriebe verkauft. Die Muttersauen kommen zurück ins Deckzentrum werden erneut besamt.